Dividendenaktien verbinden zwei Dinge, die viele Anleger suchen: die Beteiligung an etablierten Unternehmen und regelmäßige Erträge, die unabhängig von der täglichen Kursbewegung aufs Konto kommen. Die besten Dividenden-Aktien erkennen Sie dabei weniger an einer möglichst hohen Rendite. Wichtiger sind eine verlässliche Ausschüttungspolitik, eine lange Historie und ein Geschäftsmodell, das die Zahlungen auch in schwächeren Jahren trägt.
Genau danach haben wir die folgenden neun Beispiele ausgewählt: unterschiedliche Branchen, belegbare Dividendengeschichte und eine Ausschüttung, die aus dem laufenden Geschäft stammt. Alle neun sind US-Werte und für Anleger hierzulande handelbar.
Das Wichtigste in Kürze
- Beste Dividenden-Aktien heißt: Verlässlichkeit schlägt Spitzenrendite. Entscheidend sind eine lange Historie und ein Geschäftsmodell, das die Ausschüttung auch in schwächeren Jahren trägt
- Procter & Gamble – Produkte des täglichen Bedarfs, 70 Dividendenerhöhungen in Folge: ideal für sicherheitsorientierte Anleger
- PepsiCo – Dividendenaristokrat, Quartalsdividenden ununterbrochen seit 1965, 54 Erhöhungen in Folge: ideal für die Verbindung aus Verlässlichkeit und laufendem Ertrag
- Altria – mit rund 5,9 Prozent die höchste Rendite dieser Übersicht, Stand Ende Juli 2026: ideal für renditeorientierte Anleger, die die Risiken des Tabakgeschäfts bewusst tragen
Ein kurzer Hinweis vorab: Dieser Beitrag ist reine Information und keine Anlageberatung. Für mögliche Verluste übernehmen wir keine Haftung, an möglichen Gewinnen sind wir ebenso wenig beteiligt.
Neun Titel im Überblick
Die Renditen sind gerundete Momentaufnahmen mit Stand Ende Juli 2026. Sie ändern sich laufend mit dem Kurs.
| Unternehmen | Dividendenrendite | Rhythmus | Historie |
| Procter & Gamble | 2,8 % | quartalsweise | 70 Erhöhungen in Folge |
| PepsiCo | 4,3 % | quartalsweise | 54 Erhöhungen in Folge |
| AbbVie | 2,7 % | quartalsweise | jedes Jahr erhöht seit 2013 |
| Chevron | 3,8 % | quartalsweise | 39 Erhöhungen in Folge |
| Coca-Cola | 2,6 % | quartalsweise | 64 Erhöhungen in Folge |
| Altria | 5,9 % | quartalsweise | 60 Erhöhungen in 56 Jahren |
| Cisco Systems | 1,5 % | quartalsweise | jedes Jahr erhöht seit 2011 |
| Blackstone | ca. 4,2% | quartalsweise | gewinnabhängig, keine feste Historie |
| Merck & Co. | 2,6 % | quartalsweise | 15 Erhöhungen in Folge |
1. Procter & Gamble Co. (PG / ISIN: US7427181091)
Procter & Gamble gehört zu den bekanntesten Konsumgüterherstellern der Welt. Produkte des täglichen Bedarfs sorgen für stabile Umsätze, auch wenn die Konjunktur schwächelt. Auf diesem Fundament ruht eine der längsten Dividendengeschichten überhaupt: Seit 1890 zahlt das Unternehmen ununterbrochen, im April 2026 wurde die Ausschüttung zum 70. Mal in Folge erhöht, um 3 Prozent auf 1,0885 US-Dollar je Quartal.
Die Dividendenrendite liegt bei rund 2,8 Prozent, Stand Ende Juli 2026. Das ist kein Spitzenwert, dafür steht dahinter eine Verlässlichkeit, die in dieser Form nur wenige Unternehmen bieten.
2. PepsiCo (PEP / ISIN: US7134481081)
PepsiCo ist ein global aufgestellter Lebensmittel- und Getränkekonzern mit Marken wie Pepsi, Lay's und Gatorade. Die breite Produktpalette verteilt das Geschäft auf viele Märkte und macht es weniger anfällig für einzelne Trends.
Das Unternehmen zählt zu den Dividendenaristokraten: 2026 hat es seine Ausschüttung zum 54. Mal in Folge angehoben, Quartalsdividenden fließen ununterbrochen seit 1965. Die Rendite liegt bei rund 4,3 Prozent, Stand Ende Juli 2026, und damit deutlich höher, als in älteren Übersichten oft genannt wird. Gezahlt wird quartalsweise, aktuell 1,48 US-Dollar je Anteil.
3. AbbVie (ABBV / ISIN: US00287Y1091)
AbbVie ist ein forschungsorientiertes Pharmaunternehmen. Über Jahre bildete der Wirkstoff Humira die zentrale Ertragssäule. Seit dem Patentauslauf in den USA im Jahr 2023 ist dessen Umsatz deutlich gefallen, inzwischen hat das neuere Medikament Skyrizi Humira als umsatzstärkstes Produkt abgelöst, Stand 2025. Zukäufe wie die im Juli 2026 vereinbarte Übernahme von Apogee für 10,9 Milliarden US-Dollar verbreitern das Portfolio weiter.
Seit der Abspaltung von Abbott im Jahr 2013 hat AbbVie die Dividende jedes Jahr erhöht, von 0,40 auf inzwischen 1,73 US-Dollar je Quartal. Die Rendite liegt bei rund 2,7 Prozent, Stand Ende Juli 2026. Sie ist damit niedriger als früher oft genannt, weil der Aktienkurs kräftig gestiegen ist. Für die Dividendenhistorie spricht das eher.
4. Chevron Corp. (CVX / ISIN: US1667641005)
Chevron ist eines der größten integrierten Energieunternehmen der Welt und deckt die Kette von der Förderung über die Raffinerie bis zum Vertrieb ab. Mit der im Juli 2025 abgeschlossenen Übernahme von Hess für 53 Milliarden US-Dollar hat sich der Konzern zusätzlich große Fördergebiete vor Guyana gesichert.
Bei der Dividende gehört Chevron zu den Aristokraten des Energiesektors: 39 Erhöhungen in Folge, zuletzt im Januar 2026 um 4 Prozent auf 1,78 US-Dollar je Quartal. Die Rendite liegt bei rund 3,8 Prozent, Stand Juli 2026. Energiepreise schwanken, die Ausschüttungspolitik blieb über Jahrzehnte konstant.

5. Coca-Cola (KO / ISIN: US1912161007)
Coca-Cola ist eine der bekanntesten Marken der Welt, mit einem Geschäft, das auf täglichem Konsum beruht und darum vergleichsweise wenig von Konjunkturzyklen abhängt.
Die Dividendengeschichte ist noch länger, als oft angenommen wird: Das Unternehmen zahlt seit über 100 Jahren, und im Februar 2026 wurde die Ausschüttung zum 64. Mal in Folge erhöht, um 4 Prozent auf 0,53 US-Dollar je Quartal. Die Rendite liegt bei rund 2,6 Prozent, Stand Ende Juli 2026. Wer nach dem Lehrbuchbeispiel für einen Dividend King sucht, landet meist hier.
6. Altria Group (MO / ISIN: US02209S1033)
Altria erzielt den überwiegenden Teil seines Umsatzes im US-Tabakgeschäft, allen voran mit Marlboro, das 2025 auf einen Marktanteil von rund 40 Prozent bei US-Zigaretten kam. Die Absatzmengen sinken seit Jahren, hohe Preissetzungsmacht hat das bisher weitgehend ausgeglichen.
Die Rendite ist mit rund 5,9 Prozent die höchste in dieser Übersicht, Stand Ende Juli 2026. Im August 2025 erhöhte Altria die Quartalsdividende auf 1,06 US-Dollar, die 60. Erhöhung in 56 Jahren, und stellt bis 2028 ein mittleres einstelliges Dividendenwachstum pro Jahr in Aussicht. Dem stehen spürbare Risiken gegenüber: Regulierung, gesellschaftlicher Wandel und die offene Frage, wie gut der Umbau in Richtung rauchfreier Produkte gelingt. Die hohe Rendite ist auch ein Preis für diese Unsicherheit.
7. Cisco Systems Inc. (CSCO / ISIN: US17275R1023)
Cisco ist ein führender Anbieter von Netzwerktechnik und verdient zunehmend an Software, Abonnements und wiederkehrenden Erlösen. Das macht die Umsätze planbarer, als es das klassische Hardwaregeschäft je war.
Die Dividende gibt es erst seit 2011, seither wurde sie jedes Jahr erhöht, von 0,06 auf aktuell 0,42 US-Dollar je Quartal. Die Rendite fällt mit rund 1,5 Prozent niedrig aus, Stand Ende Juli 2026, was vor allem am stark gestiegenen Kurs liegt. Cisco ist damit weniger ein Renditewert als ein Beispiel für eine junge, konsequent wachsende Ausschüttung.
8. Blackstone (BX / ISIN: US09260D1072)
Blackstone ist der größte alternative Vermögensverwalter der Welt und kam im zweiten Quartal 2026 auf ein verwaltetes Vermögen von 1,35 Billionen US-Dollar. Das Geschäft kombiniert Managementgebühren mit erfolgsabhängigen Gewinnbeteiligungen und hängt damit stärker am Marktumfeld als das der übrigen Titel hier.
Das spiegelt die Dividende: Sie ist variabel und richtet sich nach den tatsächlich erzielten Gewinnen. In den letzten 24 Monaten schwankten die Quartalszahlungen zwischen 0,79 und 1,49 US-Dollar, die Rendite liegt derzeit bei etwa 4,2 Prozent, Stand Juli 2026. Damit unterscheidet sich Blackstone deutlich von den Aristokraten dieser Übersicht: weniger planbar, dafür eng mit der Entwicklung der Kapitalmärkte verbunden.
9. Merck & Co. Inc. (MRK / ISIN: US58933Y1055)
Merck & Co., außerhalb Nordamerikas als MSD bekannt und nicht zu verwechseln mit der deutschen Merck KGaA, ist ein global tätiges Pharmaunternehmen mit Schwerpunkten in Onkologie und Impfstoffen. Der Krebswirkstoff Keytruda steuerte 2025 mit 31,7 Milliarden US-Dollar knapp die Hälfte des Konzernumsatzes von 65 Milliarden US-Dollar bei. Diese Konzentration ist Stärke und Risiko zugleich, denn der Patentschutz läuft nicht ewig.
Die Dividende wurde 15 Jahre in Folge erhöht, aktuell fließen 0,85 US-Dollar je Quartal, die Rendite liegt bei rund 2,6 Prozent, Stand Ende Juli 2026. Bezogen auf das Jahr 2025 lag die Ausschüttungsquote bei überschaubaren 36 bis 45 Prozent des Gewinns.

Sind Dividendenaktien eine gute Geldanlage?
Dividendenaktien können eine stabile Einkommensquelle sein, gerade für Anleger, die laufende Erträge schätzen und nicht allein auf Kursgewinne setzen wollen. Die Zahlung kommt unabhängig davon, ob der Kurs gerade steigt oder fällt.
Garantiert ist sie allerdings nie. Dividenden hängen an Ertragslage, Cashflow und Bilanz des Unternehmens. Langfristig zählt darum weniger die höchste Rendite des Augenblicks, sondern die Frage, ob ein Unternehmen seine Ausschüttung auch durch schwierige Phasen tragen kann. Die Historie, die Ausschüttungsquote und die Qualität des Geschäftsmodells sagen darüber mehr als jede Prozentzahl.
Vorteile und Nachteile
Vorteile
Regelmäßiges Einkommen: Die meisten der vorgestellten Titel zahlen quartalsweise.
Stabilität: Unternehmen mit jahrzehntelanger Dividendenhistorie haben ihre Verlässlichkeit belegt.
Vermögensaufbau: Wieder angelegte Dividenden verstärken den Zinseszinseffekt.
Unabhängigkeit vom Aktienkurs: Erträge entstehen auch ohne steigende Notierungen.
Nachteile
Kürzungsrisiko: Dividenden sind nicht garantiert und können gesenkt oder gestrichen werden.
Steuern: Dividenden unterliegen in Deutschland der Besteuerung als Kapitaleinkünfte. Dieser Artikel ersetzt keine Steuerberatung. Für die Aufbereitung der Steuerdaten arbeiten wir mit unserem Partner BubbleTax zusammen, AGORA direct™-Kunden erhalten dort 20 Prozent Rabatt.
Begrenztes Wachstum: Hohe Ausschüttungen können Investitionen ins Geschäft einschränken.
Branchenabhängigkeit: Viele Dividendenzahler stammen aus reifen Märkten mit begrenztem Wachstum.
Fazit
Die Übersicht zeigt eine große Spannweite: von Cisco mit junger, schnell wachsender Ausschüttung über die jahrzehntelange Verlässlichkeit von Procter & Gamble und Coca-Cola bis zu Altria, wo die hohe Rendite ein Stück weit die Risiken des Geschäfts bezahlt. Welche Mischung passt, hängt von Ihren Zielen ab. Die Zahlen dieser Momentaufnahme veralten, die Maßstäbe dahinter nicht: belegte Historie, tragfähige Quote, verständliches Geschäftsmodell.
Rechtlicher Hinweis (Disclaimer)
Die nachfolgende Veröffentlichung dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken und stellt weder eine Anlageberatung noch Empfehlung im Sinne des § 2 Abs. 2 Nr. 4 WpIG oder der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 (MAR) sowie keine steuerliche Beratung (§ 5 RDG, §§ 2 ff. StBerG) dar. Investitionen in Finanzinstrumente sind mit Risiken verbunden und können zum Verlust des eingesetzten Kapitals führen. Genannte Unternehmen oder Wertpapiere dienen ausschließlich der Illustration und sind nicht als Empfehlung zu verstehen.